Der Bayerische Filmpreis

Seit 1980 wird in jedem Jahr der Bayerische Filmpreis verliehen. Damit sollen herausragende Leistungen im deutschen Filmschaffen gewürdigt werden. Seit 2005 findet die Preisverleihung im Münchner Prinzregententheater jeweils im Januar für das Vorjahr statt.

Das Auswahlverfahren

Um die Filme künstlerisch bewerten zu können, beruft die bayerische Staatsregierung für jeweils drei Jahre eine Jury. Ihre elf Mitglieder stamen aus den Bereichen Schauspiel, Regie, Filmkritik, Bildgestaltung, Filmdramaturgie, Drehbuch, Filmtheater und Hochschule. Den Vorsitz führt der Leiter des Filmreferats der Bayerischen Landesregierung. Neben dieser Jury sind auch die länderübergreifenden und teiweise bundesweit tätigen Verbände und Einrichtungen des deutschen Films vorschlagsberechtigt. Die endgültige Entscheidung über die Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Münchner Prinzregententheater wird durch den bayerischen Ministerpräsidenten getroffen.

Dotierung

Der Bayerische Filmpreis ist mit insgesamt 300000 Euro dotiert, die aus staatlicchen Mitteln stammen. Dabei macht der Produzentenpreis mit etwa 200000 Euro den größten Anteil aus. Die Schauspieler und andere Kreative erhalten Preise zwischen 5000 und 1000 Euro. Damit ist der Bayerische Filmpreis einer der höchstdotierten Filmpreise in Deutschland. Der Ehrenpreis ist nicht dotiert.

Preisträger

Der Bayerische Filmpreis ist einer der höchstdotierten Filmpreise in Deutschland.

Der Bayerische Filmpreis ist einer der höchstdotierten Filmpreise in Deutschland.

Jedes Jahr wird der Bayerische Filmpreis im Münchner Prinzregententheater für eine Vielzahl von Kategorien vergeben. So wurde zum Beispiel 2ß12 der Regisseur Stefan Arndt für den Film Cloud Atlas geehrt. Barbara Sukova erhielt den Preis als beste Darstellerin für ihre Rolle im Film Hannah Ahrendt, Tom Schilling wurde als bester Darsteller geehrt. Darüber hinaus gibt es Preise in folgenden Kategorien: beste Nachwuchsdarsteller, beste Nachwuchsdarstellerin, beste Regie, beste Nachwuchsregie, Dokumentarfilm, Kinderfilm, Drehbuch, Bildgestaltung, Filmmusik. Hinzu kommen noch ein Publikumspreis und ein Ehrenpreis.

In den letzten Jahrzehnten war die Verleihung des Bayerischen Filmpreises für manche Schauspieler und Regisseure sogar die Ehrung eines großen Lebenswerkes und der Startschuss zu einer großen Karriere. So wurde zum Beispiel 1994 Margarethe von Trotta geehrt, die 2003 den bekannten Film “Rosenstraße” drehte. Dieser erhielt 2003 auch den Preis für die beste Kamera. Ein anderes Beispiel ist die Auszeichnung der Produzenten des Folms “Sophie-Scholl-Die letzten Tage” und “Das Leben der anderen”. Dieser Film wurde später sogar mit dem Oscar ausgezeichnet. Andere Produzenten und Darsteller wurden im Münchner Prinzregententheater durch die Verleihung des Bayerischen Filnmpreises auch für ihr gesamtes Lebenswerk geehrt, wie zum Beispiel 1987 Marika Rökk.